Eine Gemeinschaftsausstellung mit Lori Sommer und Jonna Tuchtfeldt.
Die Ausstellung Lebensraum präsentiert eine Reihe analog gezeichneter und mit pigmenten gemalter Arbeiten, inspiriert durch Pflanzenformen, Oberflächen, Bewegungen und Übergängen in der Natur. Geprägt von der Aufmerksamkeit fürs Detail der Künstlerinnen, ist die Natur für die beiden nicht nur ein Motiv sondern stellt einen komplexen Lebensraum, in dem der Mensch eingebunden ist, dar.
Bei dem künstlerischen Prozess wollen sie die Verbindung sichtbar machen. Ein Blatt, ein Insekt oder eine Landschaft wird zum Ausgangspunkt für eine genauere Auseinandersetzung mit unserer Umgebung. Obwohl unsere Werke unterschiedliche Handschriften haben, teilen wir ein gemeinsames Interesse. Persönliche Perspektive und künstlerischer Ausdruck können dabei nebeneinander bestehen.
Die Arbeit erfolgt bewusst analog. Der direkte Kontakt zwischen Hand, Papier und Material ist ein wichtiger Teil ihres Prozesses. Jeder Strich bleibt sichtbar und zeigt, wie eine Zeichnung oder Malerei entsteht. Diese Arbeitsweise ermöglicht eine langsame Annäherung an ihre Motive und lässt Raum für Beobachtung.
Diese Ausstellung ist das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit. Sie zeigt zwei künstlerische Positionen, die sich aus einer ähnlichen Faszination für Natur und Lebensräume entwickelt haben. Die Arbeiten der beiden Künstlerinnen laden dazu ein, genauer hinzusehen und die Vielfalt der Umgebung bewusster wahrzunehmen.
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Lori Sommer (sie/they) (2004)
Lori Sommer wurde 2004 in Berlin geboren und studiert derzeit Illustration an der HAW Hamburg. Zuvor verbrachte sie ein Semester in Dänemark, wo sie sich mit verschiedenen künstlerischen Techniken auseinandersetzte und ihre zeichnerische Praxis weiterentwickelte. Vor dem Studium lernte sie in Berlin die Technik des Tätowierens, die ihren Blick für Linienführung, Präzision und dauerhafte Bildspuren geprägt hat. Außerdem begleitete sie mehrere Jahre Workshops für Kinder und Erwachsene im Malsalon Berlin und sammelte dort Erfahrungen in der künstlerischen Vermittlung. Neben anderen Gruppenausstellungen in Dänemark und Berlin zeigte sie ihre Arbeiten zuletzt in Berlin in der Galerie Rosa Lux.
Für Lori ist das Zeichnen mit Stift und Papier eine zentrale Form des Ausdrucks, wobei sie auch gern mit Gouache und Aquarell arbeitet. Die direkte Arbeit mit analogen Materialien ermöglicht ihr, Gedanken und Beobachtungen sichtbar zu machen. Zeichnen versteht sie dabei auch als persönlichen Prozess der Auseinandersetzung mit sich selbst und ihrer Umgebung. Sie befasst sich in ihren Arbeiten mit der zentralen Frage, welchen Platz der Mensch in der Natur einnimmt und woraus er geschaffen ist. Als Mensch ein Teil der Natur zu sein, wird ihrer Meinung nach viel zu wenig wahrgenommen. Der Mensch wird zu oft getrennt von der Natur betrachtet. Diese Wahrnehmung möchte sie mit ihrer Kunst wiederherstellen.
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